Die Firmung

Die Firmung ist eines der sieben Sakramente der Kirche. Sakramente der Kirche sind ein Schatz des katholischen Glaubens. Sie sind sichtbares Zeichen des Wirkens Gottes unter den Menschen und von Jesus Christus selbst gemäß der Schrift eingesetzt. Die Tradition der katholischen Kirche bewahrt diesen Schatz. Die Spendung der Sakramente ist dem Amt des Priesters bzw. Diakons übertragen; mit Ausnahme von Weihe und Firmung. Hier hat aber der Bischof die Möglichkeit, seine Vollmacht der Sakramentenspendung zu übertragen an Weihbischöfe, Würdenträger und in Ausnahme an den Ortspfarrer.

Das Sakrament der Firmung ist nicht wie Taufe, Eucharistie und Buße heilsnotwendig, denn es ist zwar ein Initiationssakrament (Einführungssakrament) in die Kirche; aber eigentlich bestätigt der Gefirmte aus freiem und bewussten Willen das, was ihm in der Taufe geschenkt wurde: die Zugehörigkeit zur Kindschaft Gottes. Firmung ist sozusagen ein Sakrament der Bestätigung dessen, was bereits vollzogen ist. Deshalb steht es auch es auch in engem Zusammenhang des Pfingstereignisses. An Pfingsten vollendet der Auferstandene Christus sein Erlösungswerk durch die Sendung des Hl. Geistes, der die menschliche Natur von nun an mit der göttlichen Natur untrennbar verbindet.

Dies ist ein großes Geheimnis unseres Glaubens und verlangt viel Verständnis und Einfühlungsvermögen derjenigen, die auf die Firmung vorbereiten. Neben zeitgemäß angemessenen Methoden müssen die Grundlagen des Glaubens und der Tradition der kath. Kirche wahrheitsgemäß vermittelt werden, damit der Jugendliche im Alter von etwa 14 Jahren bewusst entscheiden kann.

Die Verantwortung dafür trägt die gesamte Gemeinde im Gebet und der tätigen Liebe. Sie überträgt die Verantwortung an für die Erfüllung dieser Aufgabe geeignete Personen.

Zur Zeit ist die Verantwortung dem Diakon übertragen, dem sich immer wieder jüngere Mitglieder aus der Gemeinde in der Vorbereitung anschließen.